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Die Clemens-August-Klinik, Fachklinik für Psychotherapie und psychosomatische Medizin und die Clemens-August-Jugendklinik, Fachkrankenhaus für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie sind Krankenhäuser der Clemens-August-Stiftung, einer kirchlichen Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Neuenkirchen-Vörden.

Der Stiftung gehören zudem die Heimstatt-Clemens-August in Neuenkirchen-Vörden sowie das Franziskus-Stift in Steinfeld an.

Die Clemens-August-Stiftung hat sich zur Aufgabe gestellt, kranke und pflegebedürftige Menschen in christlicher Verantwortung zu betreuen und somit die Erfüllung sozialcaritativer Aufgaben der katholischen Kirche, insbesondere auf dem Gebiet des Gesundheitswesens wahrzunehmen.

Dienstgeber und Mitarbeiterschaft bilden eine Dienstgemeinschaft und tragen gemeinsam zur Erfüllung des Stiftungszweckes bei.



2 Grundlagen der Arbeit


Die Grundlage unserer Arbeit ist das christliche Menschen- und Weltbild. Es geht davon aus, dass der Mensch nach dem Bild Gottes erschaffen ist und dass Gott jeden Menschen liebt, wie es uns in Jesus Christus offenbart ist (vgl. Gen 1,27).

Der Mensch ist als Person einmalig und besitzt eine ihm von Gott gegebene unantastbare Würde, die unabhängig ist von seinen Fähigkeiten oder Leistungen, Schwächen, Krankheiten, Behinderungen und von seinem Fehlverhalten.

Daher ist Handlungsgrundlage unserer Arbeit die soziale und caritative Verantwortung, die dem christlichen Auftrag zur Nächstenliebe entspricht.

Wir sehen und fördern die Individualität eines jeden Menschen - und binden damit auch sein soziales Netzwerk, wie die Familie, den Freundeskreis, das Berufsleben oder die Gemeinde ein.

Wir möchten durch Therapie (Erwachsenen- und Jugendklinik) und Erziehung (Jugendklinik) den Menschen befähigen, ein nötiges Selbstbewußtsein aufzubauen und sich in seinem Umfeld zurechtzufinden, es mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen.



Der Patient


Der Patient steht im Mittelpunkt all unseren Handelns. Er hat einen Anspruch auf kompetente und wertschätzende Begegnung. Wir orientieren uns an seinen Bedürfnissen, Möglichkeiten und Grenzen.
Unser Umgang mit dem Patienten ist verbindlich und von menschlicher Wärme geprägt. Eine durch Annahme, Akzeptanz und Wertschätzung geprägte Grundhaltung ist für uns die Basis einer individuellen Persönlichkeitsentwicklung. Wir begegnen dem Patienten daher mit einem gesunden Verhältnis aus Nähe und Distanz, achten seine Einmaligkeit, nehmen seine Ängste ernst und berücksichtigen soweit möglich seine Wünsche und Gewohnheiten. Eine gute Atmosphäre schafft Vorbedingungen für die Freude am Leben, die Hilfe zur Gesundung und die Stärkung von Leib und Seele.

Es ist uns wichtig, dass die Patienten auf freiwilliger Basis zu uns kommen. Im Behandlungsprozess berücksichtigen wir seelische und geistige, wie auch körperliche und soziale Aspekte von Krankheit und Gesundheit. Somit vertreten wir ein ganzheitliches Therapiekonzept. Hierbei legen wir auch Wert auf eine, an den Bedürfnissen der Patienten, orientierte Lebensraumgestaltung.

Zur Gewährleistung eines erfolgreichen Behandlungsverlaufes ist eine ausführliche und verständliche Information unerlässlich. Diagnose sowie Therapie- und Pflegekonzept werden ausführlich mit dem Patienten besprochen und Perspektiven werden gemeinsam erarbeitet. Auf dieser Basis entsteht ein verbindlicher Therapie- und Pflegeplan. Vertraulichkeit gehört hierbei zu unserem Selbstverständnis.
Sollte sich der Patient gegen die von uns vorgeschlagene Behandlung entscheiden, akzeptieren wir dies, weisen jedoch auf mögliche Folgen hin. Bei nicht entscheidungsfähigen Patienten gilt für uns der rechtliche Rahmen. Entstehende Konflikte klären wir sachlich und menschlich kompetent.
Im systemischen Ansatz als therapeutische Behandlungsgrundlage beider Kliniken ist die Integration der sozialen Bezüge des Patienten in den Behandlungs- und Pflegeprozess einbezogen. So können die Angehörigen von Patienten der Clemens-August-Jugendklinik die Möglichkeit einer Unterbringung in Gästeappartements wahrnehmen.

Der Patient wird von uns auf das Leben nach dem Klinikaufenthalt vorbereitet. Wir beraten ihn und ggf. seinen gesetzlichen Vertreter bei seinen Entscheidungen und beziehen bei Bedarf und in Absprache mit dem Patienten weiterführende Hilfeformen und Rechtsträger mit ein.

Die Organisation

Wir tragen in allen Arbeitsbereichen Verantwortung für ein fachliches, wirtschaftliches und ökologisch vertretbares Handeln und pflegen einen verantwortungsbewussten Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen.
Von den MitarbeiterInnen erwarten wir Unterstützung, um diese Verantwortung glaubwürdig wahrzunehmen.

Unsere Führungskräfte stehen in besonderer Verantwortung gegenüber den Anforderungen des Trägers und der Mitarbeiterschaft. Hierfür unerlässlich ist die Durchschaubarkeit und die klare Regelung von Entscheidungs- und Dienstwegen. Schnittstellen haben hierbei einen besonderen Stellenwert.

Unsere Standards und Behandlungsleitlinien entsprechen neuesten fachlichen Erkenntnissen sowie den gesundheitspolitischen Anforderungen. Sie werden regelmäßig überarbeitet und dienen als Grundlage für die Planung, Durchführung und Kontrolle der Behandlungsabläufe.

Die Qualitätssicherung und -verbesserung erreichen wir durch interne und externe QM-Zirkel, berufs-,bereichs- und hausübergreifende Projektgruppen sowie durch unabhängige externe Berater. Planungsvorhaben werden transparent gemacht und Zielsetzungen klar definiert.

Die Organisationsstrukturen und -abläufe der Clemens-August-Kliniken befinden sich in einem stetigen Wandlungs- und Verbesserungsprozess. Wir versuchen hierbei, die betrieblichen Notwendigkeiten mit den persönlichen Wünschen des Einzelnen in Einklang zu bringen.



Die Zusammenarbeit


Bei der Zusammenarbeit innerhalb beider Kliniken wie auch hausübergreifend legen wir Wert auf Aufrichtigkeit, Offenheit und Loyalität. Verständnis und Toleranz betrachten wir als Grundlagen unserer Dienstgemeinschaft. So soll die Kollegialität von einem verantwortungsbewussten, wohlwollenden Arbeitsklima getragen sein.

Die bereichsinterne und bereichsübergreifende Zusammenarbeit ist im Sinne einer Behandlungskontinuität eng aufeinander abgestimmt. Der fachliche, wertfreie Austausch zwischen den einzelnen Fachbereichen regelt die Vereinbarung von Behandlungs- und Betreuungszielen, optimiert die Arbeitsabläufe und gibt einen Überblick über den Gesamtzustand des Patienten.

Durch eine umfassende Information wird eine exakte Koordination von Funktionen, Aufgaben und Prozessen als Grundlage für professionelle und fachgebundene, patientenorientierte Arbeit gewährleistet.

Die individuellen Stärken der MitarbeiterInnen nehmen wir wahr und fördern diese. Durch verbindliche Zielabsprachen werden Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt und die Motivation gesteigert. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sowie Supervisionen sind für uns unverzichtbare Bestandteile der beruflichen Weiterentwicklung. Wir fördern diese, erhöhen und erhalten somit die Kompetenz unserer MitarbeiterInnen zur Sicherung der Qualität unserer Arbeit.

Gesellschaftliche Verantwortung

Wir pflegen den Kontakt zur Bevölkerung mit dem Ziel einer positiven Einstellung gegenüber psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen. Aus diesem Grunde sind wir in der Öffentlichkeit präsent in Form von (Presse-) Veröffentlichungen, Veranstaltungen, Tage der "Offenen Tür" und in der Zusammenarbeit mit örtlichen Betrieben.
Durch vielfältige Vernetzungen und Kooperationen mit anderen Kliniken und weiterführenden Einrichtungen sind wir beteiligt an der Erfüllung des Versorgungsauftrages.
Wir übernehmen als bedeutender christlicher Dienstgeber in der Region soziale Verantwortung, indem wir eine Vielzahl von Arbeitsplätzen vorhalten.

Schlusswort

Die Umsetzung unseres Leitbildes wird getragen von der Identifikation aller MitarbeiterInnen mit den Einrichtungen und dem Arbeitsauftrag. Ein ständiger Austausch über Notwendigkeiten und Wünsche gewährleistet die kritische Überprüfung, die Konkretisierung und Weiterentwicklung.
Denn nur ein mit Leben gefülltes und somit stetigen Prozess unterliegendes Leitbild führt zu konkretem Handeln.